Es gibt etwas Neues am Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo: In den Herbstferien wurde auf dem Schulhof ein Tiny Forest, also eine kleine Waldfläche, gepflanzt. Der Tiny Forest spendet in den kommenden Sommern Schatten, bindet CO2 und zeigt den Schülerinnen und Schülern in komprimierter Form, wie die Waldentwicklung vonstattengeht. Umgesetzt wurde das Projekt für rund 25.000 Euro, wovon 16.000 Euro aus dem Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz“ der KfW stammen.
Auf einer Größe von 112 Quadratmetern kommen im Tiny Forest 270 Pflanzen von 18 heimischen Arten unter. Die Fläche liegt zwischen der Sporthalle und dem Hauptgebäude des Gymnasiums. Die enge Bepflanzung sorgt dafür, dass der Miniwald sich ähnlich wie das große Original entwickelt.
„Die Idee zu dem Tiny Forest hatten die Städtischen Betriebe Lemgo und das Marianne-Weber-Gymnasium hat die Idee mit offenen Armen empfangen. Im September wurde der Boden vorbereitet und nun wurde gepflanzt. Da rund um die Fläche viele Leitungen im Boden sind, wurde ein umfassender Wurzelschutz angebracht. Bei den Pflanzen war es uns wichtig, Arten von der Kraut- bis zur Oberschicht zu verwenden, vom Waldmeister über die Alpen-Johannisbeere bis hin zum Spitzahorn“, erklärt Ronja Post, Klimaschutzbeauftragte der Stadtverwaltung.
Wenn sich Schülerinnen und Schüler den Tiny Forest näher anschauen wollen, können sie dafür auf Sitzsteinen Platz nehmen, die aus einem Barntruper Steinbruch stammen. Wenn die Pflanzen genug gewachsen sind, gibt es so zusätzliche schattige Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof.
Bei dem Tiny Forest steht seine natürliche Entwicklung im Vordergrund, weshalb nur in Ausnahmefällen Bäume geschnitten oder ähnliche Arbeiten durchgeführt werden. Eine solche Ausnahme bilden Trockenphasen, in denen die Fläche bewässert werden wird. Im kommenden Jahr wird am Rande des Schulhofs noch eine Blühfläche entstehen. Die Alte Hansestadt ist mit dem Label „StadtGrün naturnah“ ausgezeichnet für ihre Arbeit zur naturnahen Pflege und Gestaltung der städtischen Grünflächen.



