Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstfreunde,
wir laden Sie herzlich ein zum Besuch der Ausstellung "Ohne das Haus zu verlassen" von Zhiyi Liu im Erdgeschoss der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus.
Öffnungszeiten
Do. bis So., 10:00 bis 13:00 Uhr und 13:30 bis 18 Uhr
an Eröffnungstagen 10:00 bis 18:00 Uhr
Gruppenbesuche können telefonisch vereinbart werden unter Tel. 05261-89396.
Der Eintritt ist frei!
Städtische Galerie Eichenmüllerhaus
Braker Mitte 39
32657 Lemgo

Zhiyi Liu: Ohne das Haus zu verlassen
Dauer: 08.02.-15.03.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Der Künstler Zhiyi Liu beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der menschlichen Reaktion auf digitale Medien. Mit unkonventionellen, präzisen und zugleich abstrakt-expressionistischen Bildsprachen untersucht er, wie wir die Welt wahrnehmen, verstehen und daraus unser Handeln in der Gesellschaft formen. Beeinflusst von zeitgenössischen Entwicklungen und seiner Herkunft aus China richtet Liu den Blick auf ein von digitalen Strukturen geprägtes Bewusstsein und auf die Frage, wie Eindrücke, Bedeutungen und Identitäten darin entstehen. Zugleich formuliert er ein tiefes Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber den lenkenden Mechanismen digitaler Algorithmen.
In der Ausstellung präsentiert Liu unter anderem die Serien „YouTube Recommendations“ und „Eine Negative Zahl - Kombination“, die zuletzt im Fokus seiner künstlerischen Arbeit standen.
Die Einführung zur Ausstellung von Benedikt Fahrnschon finden Sie hier.

Künstlergespräch mit Zhiyi Liu
Sonntag, 15. März 2026 um 15 Uhr
Dauer ca. 60 Minuten
In der Ausstellung „Ohne das Haus zu verlassen“ setzt sich Zhiyi Liu mit der Frage auseinander, wie digitale Medien unsere Wahrnehmung und unser Selbstverständnis prägen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und präziser Bildsprache und reflektieren ein von digitalen Strukturen bestimmtes Bewusstsein.
Bei einem Künstlergespräch am 15. März 2026 um 15 Uhr gibt Zhiyi Liu Einblicke in die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in China und in sein persönliches Verhältnis zu dieser. Im Gespräch besteht die Möglichkeit zum offenen Austausch über künstlerische Positionen, kulturelle Kontexte und aktuelle Fragestellungen. Zudem spricht der Künstler über seine Arbeitsweise und die ausgewählten Werkserien der Ausstellung.
Der Kunstverein Lemgo e.V. lädt herzlich dazu ein, die Ausstellung im Dialog mit dem Künstler zu erleben.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Bitte melden Sie sich bis zum 13. März an per E-Mail unter eichenmuellerhaus@lemgo.de oder telefonisch unter 05261 / 213 273.
Entdecken Sie unsere
Ausstellungen
Ausstellungen 2026

Abb. Mitte: sensory appendages, 2023, Mixed-Media (u.a. Aluminium, Schläuche, Wasser, Pumpe), versch. Dimensionen, Karo Schultz, Foto: Haedeun Kim
Abb. rechts: Maps to The Mountains where Words could not Escape, 2024, Mixed-Media (u.a. Filz, Holzplatten), Größe variabel, Vafa Aminikia, Foto: Joya Bahkyi
Die Wettbewerbsarbeiten - Stipendium Junge Kunst 2026/27
Dauer: 11.01.-25.01.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
In jedem Jahr vergibt die Alte Hansestadt Lemgo das Stipendium Junge Kunst. Drei ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber zeigen Arbeiten, mit denen sie die Jury überzeugen wollen. Die Künstler:innen beschäftigen sich unter anderem mit den Genres Video, Objekt, Installation und Malerei. Wer wird die Preisträgerin oder der Preisträger des Stipendium Junge Kunst 2026/27?

Zhiyi Liu: Ohne das Haus zu verlassen
Dauer: 08.02. - 15.03.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Der Künstler Zhiyi Liu beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der menschlichen Reaktion auf digitale Medien. Mit unkonventionellen, präzisen und zugleich abstrakt-expressionistischen Bildsprachen untersucht er, wie wir die Welt wahrnehmen, verstehen und daraus unser Handeln in der Gesellschaft formen. Beeinflusst von zeitgenössischen Entwicklungen und seiner Herkunft aus China richtet Liu den Blick auf ein von digitalen Strukturen geprägtes Bewusstsein und auf die Frage, wie Eindrücke, Bedeutungen und Identitäten darin entstehen. Zugleich formuliert er ein tiefes Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber den lenkenden Mechanismen digitaler Algorithmen.
In der Ausstellung präsentiert Liu unter anderem die Serien „YouTube Recommendations“ und „Eine Negative Zahl - Kombination“, die zuletzt im Fokus seiner künstlerischen Arbeit standen.

Rainer Zerback: The World Without Us
Dauer: 01.03.-15.03. | 22.03.-26.04. | 10.05.-05.07.2026
Ausstellung im Obergeschoss
Was wäre, wenn der Mensch von der Erde verschwände? Wie sähe unser Planet ohne uns aus? Die Ausstellung „The World Without Us“ entwirft dieses Szenario – in stillen, flirrenden Fotografien, die ohne apokalyptisches Pathos auskommen. Überbelichtete, lichtdurchflutete Szenen rücken alltägliche Objekte als Spuren menschlicher Zivilisation in den Fokus. Was zunächst wie eine friedliche Idylle wirkt, entfaltet bei längerem Hinsehen eine irritierende Wirkung: Es scheint, als seien die Menschen eben noch da gewesen. Diese dystopische Deutung steht gleichwertig neben früheren Lesarten, die die Serie als Einladung zur inneren Einkehr begreifen. Die Bilder vermitteln Ruhe, Melancholie und Einsamkeit und lösen zugleich ein unterschwelliges Unbehagen aus.

Neda Aydin: IN FUGEN
Dauer: 22.03.-26.04.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Abschlussausstellung des Stipendiaten für Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo und der Staff Stiftung Lemgo 2025/2026
In architektonischen Gefügen nehmen Fugen Druck auf, gleichen Bewegung aus und tolerieren Fehler. Sie schaffen Raum für Ausdehnung, für Temperatur und markieren Zonen der Entlastung.
In der Ausstellung setzen sich diese Prinzipien metaphorisch fort. Neda Aydins Arbeiten lassen Provisorisches und Imperfektion sichtbar werden, eröffnen Räume der Möglichkeit und bringen selbst festgefügte Strukturen, bis in die eigenen künstlerischen Ansprüche hinein, ins Wanken. Die Werke selbst agieren wie Fugen: Sie geben nach, verschieben sich subtil und schaffen so eine nonlineare Dynamik.

Antje Blumenstein: color/light/space
Dauer: 10.05.-05.07.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Die aktuellen Arbeiten von Antje Blumenstein sind der Bildhauerei und der Installation zuzuordnen, wobei Fläche, Linie, Farbe, Licht und Transparenz im Vordergrund stehen. Sie nehmen den Raum physisch ein und lassen auch die Betrachtenden aktiv teilhaben. Bereits seit einigen Jahren verarbeitet die Künstlerin fluoreszierende Acrylglasplatten als zentrales Material, denen durch eine spezielle Herstellungsweise die Eigenschaft innewohnt, natürliches Sonnen- oder Umgebungslicht einzufangen und es an den Rändern zu streuen, wodurch ein faszinierendes Leuchten entsteht. [...] Antje Blumenstein entwickelt individuelle Techniken, um die Möglichkeiten des Materials in seinen Beziehungen zu Farbe, Licht und Raum zu erkunden.
– Dr. Nanna Preußners

Lippischer Künstlerbund: VERHÄLTNISSE
Dauer: 30.08.-20.09.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Relationen, Situationen, Lagen, Nähe, Distanz, Verknüpfungen, Balance … Kunst entsteht nicht in einem Vakuum. Kunst antwortet auf Kunst und es sind Verhältnisse, auch Kräfteverhält-nisse, sozialer, ökonomischer oder persönlicher Art, die auf den Schaffensprozess einwirken. Zwölf ausgewählte Künstlerinnen und Künstler des Lippischen Künstlerbundes bespielen paarweise jeweils einen Raum des Eichenmüllerhauses und setzen damit sich und ihre Werke in einem Dialog zueinander ins Verhältnis. Die Spannung ihrer Verschiedenheit aber auch der überraschende Gleichklang der Gemeinsamkeiten werden sichtbar.

Christian Trzaska: between silence
Dauer: 06.09.-20.09. / 27.09.-01.11.2026
Ausstellung im Obergeschoss
Der Maler Christian Trzaska zeigt in dieser Ausstellung eine feinsinnige Welt aus Stillstand, Spannung und innerer Anwesenheit. In einer Zeit visueller Überreizung und ständiger Selbstinszenierung behauptet diese Malerei das Gegenteil: Sie öffnet Räume für das Zögern, das Ungesagte, das Leise. Trzaskas Bilder verstehen sich als Figurationen der Stille – in ihnen kommunizieren die Dargestellten nicht mit dem Betrachtenden, sondern mit sich selbst. So entsteht eine Spannung, die weniger zeigt, was geschehen ist, als vielmehr, dass etwas geschieht – im Verborgenen.
Die Ausstellung „between silence“ lädt das Publikum dazu ein, sich mit Empathie für das Ungewisse auf die fragilen Zwischenzustände in Trzaskas Malerei einzulassen.

Matthias Stuchtey: Zeitfenster
Dauer: 27.09-01.11.2026
Ausstellung im Erdgeschoss
Matthias Stuchtey verwandelt Fundstücke wie Möbelreste, MDF- oder Spanplatten, Zigarren- und Apfelsinenkisten, aber auch IKEA-Möbel, Kautschukfolien oder Polypropylenseile in neue Gebilde. Dekonstruktion und Konstruktion prägen dabei seine prozessuale Arbeitsweise. Er zersägt und zerschneidet, fügt zusammen, zersägt und konstruiert erneut und schafft so Formen, die sich einem Rhythmus folgend zu Behausungen fügen. Die entstehenden Module haben Öffnungen, die einen Blick ins Innere freigeben, allerdings ohne dass etwas zu erkennen wäre. Über ihre architektonische Anmutung hinaus entstehen so geheimnisvolle Räume, offen für Gedanken-modelle und umfassende Metaphern von alltäglicher, ganz realer Dinglichkeit, die unsere Welt und wie wir in ihr leben hinterfragen.
www.matthias-stuchtey.de

Prof. Albrecht Schäfer und Studierende: Unfertig
Dauer: 08.11.-13.12.2026
Ausstellung im Erd- und Obergeschoss
Eine Ausstellung der Lippischen Gesellschaft für Kunst e.V.
Albrecht Schäfers Arbeiten entstehen aus einer intensiven Beschäftigung mit vorgefundenen Orten und Materialien. Dabei interessiert er sich für deren innewohnende Eigenschaften, die eine Arbeit wesentlich mitbestimmen – etwa die unscheinbare Verjüngung eines Astes oder der unerwartete Reichtum eines Schotterweges. Analog dazu versteht Schäfer seine Lehre an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee als Prozess, in dem der gemeinsame Dialog und das künstlerische Potential der Studierenden im Mittelpunkt steht.
Mit der gemeinsamen Präsentation von Arbeiten Schäfers und seiner Studierenden wird dieser nie abgeschlossene Prozess der Auseinandersetzung in die Form einer Ausstellung überführt.
www.kunstverein-lippe.de
www.albrechtschaefer.de
Bilder Rückblick
Ausstellungen
Ausstellungen 2025
Wettbewerbsausstellung Stipendium Junge Kunst 2025/26 (12.01. - 26.01.2025) im Erdgeschoss



Julia Schewalie: Zwischen den Primärstrukturen (09.02. - 16.03.2025) im Erdgeschoss






Heike Negenborn: Landschaft 4.0 – Natur im Wandel (02.03. - 16.03. / 30.03. - 27.04. / 11.05. - 06.07.2025) im Obergeschoss






Nils Levin Sehnert: History Paintings / Stipendiat für Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo (30.03. - 27.04.2025) im Erdgeschoss






Heiko Börner: Liniengeflechte (11.05. - 06.07.2025) im Erdgeschoss






Lippischer Künstlerbund: KONTEXT (31.08. - 21.09.2025) im Erdgeschoss






Theresa Möller: Landscapes (07.09.-21.09. / 28.09.-02.11.2025) im Obergeschoss






Tanja Hehmann und Annika Unterburg: THE THIRD SPHERE (28.09 - 02.11.2025) im Erdgeschoss






Prof. Marcel van Eeden und Studierende: Wohin mit der Asche? (09.11.-14.12.2025) im Erdgeschoss (Eine Ausstellung der Lippischen Gesellschaft für Kunst e.V.)






Ausstellungen 2024
Wettbewerbsausstellung Stipendium Junge Kunst 2024/25 (14.01. - 28.01.2024) im Erdgeschoss



Julius Stahl: Wellenform (11.02. - 17.03.2024) im Erdgeschoss

Nana Seeber: Verschränkung der Übergänge (25.02 - 17.03. / 24.03. - 28.04. / 12.05. - 07.07.2024) im Obergeschoss






Swinda Oelke: Echo / Stipendiatin für Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo (24.03. - 28.04.2024) im Erdgeschoss






Sven Kroner: Bilder (12.05. - 07.07.2024) im Erdgeschoss






Désirée Wickler: Zahme Seelen (25.08. - 08.09. / 22.09. - 27.10.2024) im Obergeschoss


Satomi Edo: Parallel world (22.09. - 27.10.2024) im Erdgeschoss






Als Künstler*in bewerben
Zeigen Sie Ihre Werke
Sie sind Künstlerin oder Künstler und möchten sich um eine Ausstellungsmöglichkeit in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus bewerben?
Dann senden Sie uns Ihre Unterlagen jederzeit an:
Kunstverein Lemgo e.V.
Der Vorstand
Marktplatz 1
32657 Lemgo
oder
Alte Hansestadt Lemgo
Kultur
Marktplatz 1
32657 Lemgo
Porträt
Ein Haus - wie gemacht für die Kunst...
Die Städtische Galerie Eichenmüllerhaus wurde 1989 eröffnet. Das Haus wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet und ist eine Schenkung der Eheleute Gertrud Eichenmüller-Sonntag und Ludwig Eichenmüller an die Stadt Lemgo.
Das spätbarocke bürgerliche Palais mit der strengen Axialsymmetrie in der Ansicht ist mit seinem bewohnbar anmutenden Grundriss für Ausstellungen bildender Kunst hervorragend geeignet und hat sich als ein besonders vielfältig geeignetes Ausstellungsgebäude für Bildende Kunst in Ostwestfalen-Lippe bewährt. Keine der anderen lippischen Städte betreibt vergleichbare eigene Ausstellungsräume. Das Gebäude bietet im Erdgeschoss sechs Ausstellungsräume und zusätzlich Freiflächen, die für Gartenfeste oder zur Ausstellung von Skulpturen geeignet sind.
Jahr für Jahr werden acht bis neun Ausstellungen der Genres Malerei, Grafik, Bildhauerei, Installation, Fotografie, Video und Performance gezeigt. Das bundesweit ausgelobte "Stipendium Junge Kunst" der Alten Hansestadt Lemgo und der Staff Stiftung Lemgo bereichert mit zwei Ausstellungen jährlich das Programm der Galerie. In jedem Jahr bewerben sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler um eine Ausstellungsmöglichkeit.
Die Städtische Galerie Eichenmüllerhaus in Lemgo/ Brake vermittelt abwechslungsreich und sachkundig den Zugang zur Kunst der Gegenwart. Die Kooperationen mit der Lippischen Gesellschaft für Kunst e.V. sowie dem Lippischen Künstlerbund e.V. bereichern das Ausstellungsspektrum. Interessierten Menschen der Stadt und der Region bietet der Kunstverein Lemgo Gelegenheit, an der Entwicklung von Künstlerpersönlichkeiten und Kunstrichtungen Anteil zu nehmen.
Kunstverein
Dabei sein ist alles! Machen Sie aktiv mit!
Der Kunstverein Lemgo e.V. möchte die kulturelle Bildung der Allgemeinheit fördern und unterstützt als gemeinnütziger Verein seit 1994 die Ausstellungstätigkeit in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus. In Zusammenarbeit mit anderen Galerien, Hochschulen, einzelnen Künstlerinnen und Künstlern sowie Künstlergruppen wird ein breites Spektrum der Kunst der Gegenwart und der klassischen Moderne ausgestellt. Der Kunstverein Lemgo organisiert jährlich vier eigene Ausstellungen.
Als Mitglied ist man immer nah am Geschehen. Zu allen Ausstellungseröffnungen und weiteren Veranstaltungen werden die Mitglieder persönlich eingeladen. Durch die Teilnahme an den Mitgliederversammlungen und Beiratssitzungen kann jedes Mitglied auch ganz persönlich an den Aktivitäten des Vereins mitwirken. Als Vereinsmitglied haben Sie außerdem die Möglichkeit, an unserem jährlichen Vereinsfest teilzunehmen, welches immer eine ganz besondere Veranstaltung ist.
Der Jahresbeitrag beträgt 45,- EUR für Einzelpersonen und 60,- EUR für Paare. Personen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr zahlen 10,- EUR Mitgliedsbeitrag.
Beitrittserklärung zum Download
Kontakt:
Kunstverein Lemgo e.V.
Sitz: Rathaus Lemgo
Marktplatz 1
32657 Lemgo
05261-213 273
eichenmuellerhaus@lemgo.de
Die wechselvolle Geschichte
der heutigen Galerie

1661 kaufte der Hofrat Johannes Theopold das Grundstück in der heutigen Braker Mitte 39. Über mehrere Hände gelangte es 1698 in den Besitz des Kanzleirates Christoph Piderit, der im Jahr 1713 in den Reichsadelsstand erhoben wurde.
Sein Hof in Brake wurde zu einem freien Adelssitz. Das heutige Haus Braker Mitte 39 wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Nachdem der mutmaßliche Bauherr Ferdinand Bernhard v. Hoffmann 1802 auf dem Adelshof in Brake gestorben war, wurde das Gut – zu dem auch der Hof in der Braker Mitte gehörte – im Jahre 1826 von den Erben aufgeteilt.
Um 1830 übernahm Eduard Colbrunn aus Versmold den Hof und richtete eine Spinnerei und Weberei hier ein. Schon wenige Jahre später wurde sein Besitz jedoch verkauft. Nach zwei weiteren Verkäufen erwarb schließlich 1903 der Holzhändler Hugo Sonntag den Hof. Dessen Tochter Gertrud wuchs hier auf und teilte mit ihrem Vater die Leidenschaft für Kunst. Sie wurde selbst Malerin und Zeichnerin und lebte hier mit ihrem Mann Ludwig Eichenmüller.
Gertrud Eichenmüller-Sonntag und Ludwig Eichenmüller übertrugen 1976 Haus und Grundstück der Stadt Lemgo mit der Verpflichtung, hier einen Begegnungsort für Kunst und Kultur zu schaffen. Die Alte Hansestadt Lemgo baute das Erdgeschoss zu Galerieräumen um. Seit 1989 finden in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus regelmäßig Ausstellungen der Gegenwartskunst statt. 1995 starb Gertrud Eichenmüller-Sonntag. Die STAFF STIFTUNG Lemgo und der Freundeskreis Eichenmüllerhaus e.V. – Kunstverein Lemgo – fördern die Städtische Galerie Eichenmüllerhaus.