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ISCO-Sanierung im Bereich des Slavertorwalls startet im April 2026

Sanierung im Untergrund der ehemaligen chemischen Reinigung an der Neuen Torstraße geht in die nächste Runde

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Pressemitteilung AAV. Lemgo, den 27.03.2026. Nach dem bereits erfolgreich durchgeführten Bodenaustausch sowie einer ENA-Maßnahme (Enhanced Natural Attenuation) mit einem Soja-Öl-Substrat folgt am Standort der ehemaligen chemischen Reinigung an der Neuen Torstraße nun der nächste Schritt zur nachhaltigen Sanierung der bestehenden Grundwasserverunreinigung: eine ISCO-Sanierung (In Situ Chemische Oxidation). Zur technischen Durchführung der Maßnahme wird im Park in einem abgesperrten Bereich nach Ostern ein Container aufgestellt, in dem die erforderliche Anlagentechnik untergebracht ist. Etwa eine Woche später startet dann die ISCO-Sanierung. Die Arbeiten werden im Auftrag des AAV als Maßnahmenträger durchgeführt. Er stimmt sich dazu eng mit den Vertragspartnern Stadt Lemgo und Kreis Lippe ab.

Wie funktioniert die ISCO-Sanierung?

Bei der ISCO-Sanierung werden Schadstoffe direkt an Ort und Stelle im Boden und im Grundwasser behandelt. Dazu wird eine stark verdünnte chemische Lösung (Kaliumpermanganat) in das Grundwasser eingebracht. Diese Lösung reagiert mit den Schadstoffen und baut sie zu weniger schädlichen Stoffen ab. Die Lösung wird im Container vorbereitet und von dort aus gezielt in den Untergrund geleitet. Dort verteilt sie sich im Boden und im Grundwasser. Für das Grundwasser besteht dabei keine Gefahr.

Geplant sind zunächst drei Infiltrationskampagnen. Pro Kampagne wird eine bestimmte Menge der verdünnten Kaliumpermanganatlösung eingebracht. Die Infiltration erfolgt mit einer Rate von etwa 0,5 Kubikmetern pro Stunde und Pegel. Dabei wird gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Pegeln infiltriert. Die Kampagnen sind in einem Rhythmus von jeweils vier Monaten geplant.

Abhängig vom Sanierungserfolg besteht die Option, bis zu sechs weitere Kampagnen durchzuführen. Während der gesamten Maßnahme erfolgt eine engmaschige Überwachung der Schadstoffkonzentrationen an speziell eingerichteten Kontrollpegeln, um die Wirksamkeit der Sanierung kontinuierlich zu überprüfen. Die Dauer der Maßnahme ist zunächst auf ein Jahr angesetzt; bei Bedarf kann eine Verlängerung erfolgen.

Mit diesem weiteren Sanierungsschritt wird die nachhaltige Sicherung und Verbesserung der Grundwasserqualität in Lemgo konsequent fortgeführt.