|  Pressemitteilung

Neue anstatt Alte Hansestadt?

Diskussionsrunde und Jubiläums-Hansefrühstück in Lemgo

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Im 14. Jahrhundert wurde Lemgo Mitglied der Hanse und seit 1916 heißt die Stadt an der Bega offiziell „Alte Hansestadt Lemgo“ – ist die Hanse also ein Thema von gestern oder für Ewiggestrige? Keineswegs, das zeigen im Mai gleich zwei Veranstaltungen. Die Bedeutung der Hanse im Jahr 2024 diskutieren ein Hanse-Experte, die Vizepräsidentin der internationalen Hanse und ein Vertreter der Jugendhanse am 17. Mai um 18 Uhr im Rathaus. Am 18. Mai findet um 10 Uhr auf dem Marktplatz das beliebte Hansefrühstück statt und wird 2024 schon 20 Jahre alt.

Die kostenfreie Diskussionsrunde am Freitagabend im Rathaus lenkt den Blick darauf, wie das, was die Hanse im Spätmittelalter und danach ausgemacht hat, heute noch als Vorbild oder Blaupause dienen kann. Musikalisch begleitet von Mario Huelsmann an der Laute diskutieren eine Fachfrau und zwei Fachmänner auch darüber, wie viel Ähnlichkeit der hanseatische und der europäische Geist haben.

Professor Dr. Hiram Kümper ist ein Kenner der Hanse, hat das Buch „Der Traum vom Ehrbaren Kaufmann“ veröffentlicht und weiß, was den alten Städtebund ausgemacht hat. Inger Harlevi ist Vizepräsidentin der internationalen Hanse. Die Schwedin engagiert sich seit Jahrzehnten für die Neue Hanse und weiß genau, warum diese bei den Kulturrouten des Europarats auf Platz 2 direkt hinter dem Jakobsweg rangiert. Der 22-jährige Malte Senge ist Lemgoer und vertritt die Stadt in der Westfälischen Jugendhanse und auch in der Kommission der internationalen Jugendhanse.

Einen Tag später, am Samstag, 19. Mai, wird auf dem Lemgoer Marktplatz gemeinsam gefrühstückt. Es ist ein Jubiläumsfrühstück, denn das erste Hansefrühstück tischten die Frauen für Lemgo 2004, also vor 20 Jahren, auf. Nach wie vor sammelt die Gruppe damit Spenden für den guten Zweck und wird auch dieses Jahr wieder durch weiteres Programm begleitet. Die Hanse-Kommission, die Gilde der internationalen Hanse und auch die Jugendhanse zeigen gemeinsam, welche Ideen heute in der Hanse entwickelt und umgesetzt werden.

Die Jazz-Pop-Band der Musikschule Lemgo verbreitet gute Laune, das Kinderballett Märchenland zeigt sein Können und wer den besten Blick über Lemgo haben möchte, kann dank Alt Lemgo auf den Turm von St. Nicolai steigen. Rund um St. Nicolai kann man bei einer Rikscha-Fahrt entspannen. Geschmacklich kommt man darüber hinaus am Stand der Destillerie Schöttker voll auf seine Kosten.

Anlässlich des runden Geburtstags des Hansefrühstücks und des Besuchs von Inger Harlevi, der Vizepräsidentin der Hanse, aus dem schwedischen Visby öffnet auch das Stadtarchiv um 11 Uhr seine Türen für eine Führung. Unter dem Titel „Schwedische Spuren in Lemgo“ zeigt Stadtarchivar Marcel Oeben, wie sehr die Hanse und der Konflikt im 17. Jahrhundert Lemgo geprägt haben. Die Spuren der Hanse werden auch 11.30 Uhr bei einer Stadtführung mit Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn sichtbar. Beide Führungen sind kostenfrei.