05. 09. 2019

Verfasser der Pressemitteilung: Stadtplanung und Bauen/Volkshochschule


Das Haus Wippermann als Teil des Kooperationsprojektes Stadtgesellschaft im Denkmal in OWL

Haus Wippermann (@Foto Michael Reimer)

Haus Wippermann (@Foto Michael Reimer)

Bisher ist das Haus Wippermann in der Region vor allem als Herkunftsort eines gleichnamigen Getränks bekannt: In dem 1576 erbauten Fachwerkhaus im Zentrum von Lemgo war lange eine Destillationsanstalt ansässig. In Zukunft soll das Denkmal ein lebendiges Quartierszentrum in der historischen Innenstadt werden. Die VHS Lemgo-Detmold wird hier als Ankernutzerin einziehen und mit unterschiedlichen Partner/innen gemeinsame Angebote auch im Bereich der Integration und Inklusion entwickeln. Ein "Institut für Wissenschaftsdialog" der Hochschule OWL und Räume für ehrenamtliche Aktivitäten ergänzen diese Angebote. Die Planung erfolgt durch Gebäudewirtschaft Lemgo (GWL) in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und zukünftigen Nutzer/innen. Im Sanierungsprozess werden neue Techniken erprobt, die in Zukunft in vergleichbaren Projekten Anwendung finden können.

Mit diesem innovativen Konzept ist das Haus Wippermann Teil des Kooperationsprojektes Stadtgesellschaft im Denkmal. Hier haben sich bisher sechs Projekte aus sechs Städten in der Region Ostwestfalen-Lippe zusammen gefunden, um jeweils ein stadtbildprägendes Gebäude – denkmalgeschützte oder erhaltenswerte Bausubstanz – im Stadtkern gemeinsam mit Partner/innen aus der Stadtgesellschaft zu einem Ort für die Stadtgesellschaft zu entwickeln.

Die Projekte in den Städten Bad Driburg, Horn-Bad Meinberg, Höxter, Lemgo, Nieheim und Paderborn haben zwei Gemeinsamkeiten: ein aufwendiger Sanierungsprozess sensibler, historischer Bausubstanz sowie der Ansatz, verschiedene soziokulturelle Nutzungen räumlich zu bündeln, um damit funktional-effiziente und ressourcenschonende Symbiosen zu fördern. Verschiedene Akteure und Zielgruppen werden zusammengeführt, ein gesellschaftlicher Dialog entsteht und die Identifikation der Stadtgesellschaft mit dem Ort und der Stadt wird gefördert.

Dieser Anspruch stellt die Städte und ihre Projektpartner/innen vor komplexe Herausforderungen und Fragestellungen, deren Beantwortung Basis und Mehrwert des Kooperationsprojektes darstellen. Mit Blick auf die Region Ostwestfalen-Lippe entstehen damit nicht nur zukunftsfähige Projekte mit Vorbild- und Anstoßwirkung, sondern zudem auch regionale Kooperationsnetzwerke für Kommunen, soziokulturelle Träger, Institutionen und deren Angebote.

Weitere Informationen: stadt-gesellschaft-denkmal.de