11. 06. 2015

Verfasser der Pressemitteilung: Vorstandsstab


Internationaler Hansetag in Viljandi

Lemgo hat sich einen guten Namen erarbeitet

Hanseteam ohne Jugenddelegierte mit Anu aus Viljandi

Hanseteam ohne Jugenddelegierte mit Anu aus Viljandi

die Spitze der Internationalen Hanse probiert  Lemgoer Produkte. Von Links: Präsidiumsmitglied Manfred Schürkamp (Herford), 2. Präsidentin Inger Harlevi (Visby/Schweden) und Lübecks Bürgermeister und Vormann (Präsident) der Internationalen Hanse probieren Lemgoer-Hansebaune bzw. Lemgoer Hansetrunk und werden von Kommissionsmitglied Nils Donat und Karl-Heinz Mense am Lemgoer Stand begrüßt.

die Spitze der Internationalen Hanse probiert Lemgoer Produkte. Von Links: Präsidiumsmitglied Manfred Schürkamp (Herford), 2. Präsidentin Inger Harlevi (Visby/Schweden) und Lübecks Bürgermeister und Vormann (Präsident) der Internationalen Hanse probieren Lemgoer-Hansebaune bzw. Lemgoer Hansetrunk und werden von Kommissionsmitglied Nils Donat und Karl-Heinz Mense am Lemgoer Stand begrüßt.

Jugenddelegierte Liane Kühl und Sara Bruns

Jugenddelegierte Liane Kühl und Sara Bruns

Von Fronleichnam bis vergangenen Sonntag fanden in Viljandi/ Estland die 35. Internationalen Hansetage bei zwar manchmal kühlem, aber immer sonnigen Wetter unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Über 70 Hansestädte aus 13 Staaten hatten sich in der knapp 20.000 Einwohner großen Stadt im Süden Estlands versammelt. Weit über 300 Stände, vier große Bühnen und über 60 Kulturgruppen sorgten für ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Programm. Die kalkulierte Besucherzahl von 50.000 Menschen wurde sicherlich locker erreicht. 

Die Alte Hansestadt Lemgo war sowohl mit der Hansekommission der Stadt in den offiziellen Sitzungen der Internationalen Hanse, mit zwei Jugenddelegierten in der Tagung der Youth Hansa als auch auf dem Internationalen Hansemarkt vertreten. Nicht nur mit den verschiedenen Lemgoer Hanseprodukten, sondern auch durch ihre langjährige engagierten Mitarbeit in den Gremien des Internationalen Städtebundes hat sich die Alte Hansestadt in der Internationalen und auch Westfälischen Hanse einen Namen erarbeitet. 

Lemgoer Hanseprodukte fanden hohes Interesse 

Sicher auch aufgrund des nahen Westfälischen Hansetages am 27. + 28. Juni in Lemgo stand die Lemgoer Delegation verstärkt im Focus. Viele interessierte Fragen mussten beantwortet werden. Nachfragen auf Hotelzimmer lassen weitere bisher nicht avisierte Besuchergruppen für Ende Juni vermuten. Auf dem Hansemarkt fanden die Lemgoer Hanse-Baune (Kaffee), Lemgoer Hansetrunk und verschiedene andere Produkte erfreulichen Absatz. Das Marktteam hatte gut zu tun und wurde dabei je nach Zeit auch von Mitgliedern der Kommission wie auch der Jugendhanse unterstützt. Von der Qualität der Lemgoer Hanse-Baune und des Lemgoer Hansetrunkes überzeugten sich im Gespräch auch die oberste Leitungsebene der Internationalen Hanse um Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe. 

In der Wirtschaftskonferenz vertrat Kommissionssprecher Heinz-Rainer Krüger die Alte Hansestadt Lemgo. Dort stellten sich junge Unternehmer aus Viljandi mit ihren kreativen und innovativen Produkten vor, die teilweise erst kurz am Markt präsent sind oder noch in der Entwicklung sind, manche schon mit großem Erfolg. Dabei lassen sie sich vom wunderschönen Naturumfeld in Viljandi leiten. Diese Naturprodukte werden mit neuen Ideen, Mischungen und Kreationen versehen und auf den Markt in Estland und Europa platziert. Mittlerweile hat sich in den letzten Jahren in Viljandi eine Jungunternehmerlandschaft entwickelt, die immer wieder neue kreative Ideen an den Markt bringt. Auf die Frage des Moderators an einen erfolgreichen und am Markt mit seinen Produkten schon gut platzierten Unternehmer, warum er nicht z.B. nach Tallin gehen würde, wo sicherlich ein breiterer Markt vorhanden sei, hat seine Antwort sehr Heinz-Rainer Krüger beeindruckt: In Viljandi habe er ein ruhiges Naturumfeld und genügend Zeit, wo er seine Kreativität freien Lauf lassen kann. Was nütze ihm ein kurzfristiger Erfolg, wenn die Ideen aus Zeitmangel nicht ausgereift seien und somit am Markt keinen langfristigen Erfolg haben, so der Jungunternehmer. Heinz-Rainer Krüger: "Mit Gründung der WirtschaftsHanse ist für diese Unternehmer eine Plattform geschaffen worden, bessere Kontakte zu anderen Hansestädten und Märkten zu schaffen, gerade auch für Jungunternehmer." 

Positives Beispiel für Hanseengagement 

Für die städtischen Vertreter völlig überraschend wurde im Arbeitskreis Tourismus Lemgo von der Stellvertretenden Präsidentin der Internationalen Hanse, der Schwedin Inger Harlevi als besonders positives Beispiel einer Mittelstadt für ihr Hanseengagement hervorgehoben. Karl-Heinz Mense, Leiter des Vorstandsstabes der Stadtverwaltung, erhielt nach einem erbetenen Kurzreferat eine ganze Anzahl von Anfragen anderer Städte nach dem Lemgoer Hansefrühstück, den Lemgoer Produkten und dem Engagement von Ehrenamtlichen in der Alten Hansestadt Lemgo. 

Liane Kühl, Auszubildende der Firma Gebr. Brasseler und Sara Bruns, Anwärterin der Stadt Lemgo vertraten die Alte Hansestadt in der Jugendhansetagung. Kühl: "Während der internationalen Hansetage in Viljandi waren die Esten wunderbare Gastgeber, die uns die Stadt gezeigt und uns über ihre Kultur näher gebracht haben. In verschiedenen Workshops konnten wir in kleineren Gruppen über viele verschiedene Themen diskutieren und haben an Tanzchoreografien, Fotoshootings oder Chemie-Experimenten gearbeitet." Aber es wurde nicht nur gearbeitet sondern es gab auch viel Gelegenheit sich mit Jugendlichen aus anderen Ländern auszutauschen. "Wir haben in der YouthHansa internationale Bekanntschaften geschlossen, die über die Hansetage hinaus bestehen bleiben werden. Die Hansetage waren bunt, fröhlich spannend und werden uns wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben", so Sara Bruns. 

Die Mitglieder der Lemgoer Delegation waren sich einig: Es waren zwar anstrengende, aber auch schöne, interessante Tage in Viljandi. Ein Dank gilt der Sparkasse Lemgo und den Stadtwerken Lemgo, mit deren Hilfe durch die bereitgestellten Präsente so manche estnische Kinderaugen erstrahlten. Dank gilt auch der Firma Isringhausen, die eine geeignete Transportkisten zum Versand des Bedarfes für den Marktstand bereitstellte.