Planungswerkstattverfahren

Die Stadt Lemgo hat die Möglichkeit, für die Erneuerung der Mittelstraße in den nächsten Jahren umfangreiche Fördermittel aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen zur erhalten. Die Förderquote liegt bei 70% (Bund und Land) zu 30% (Stadt) bezogen auf die förderfähigen Kosten. Von den förderfähigen Kosten (Pflaster, Bettung, Möblierung, Beleuchtung etc.) sind die KAG–Beiträge (siehe „KAG Beitragspflicht“) abzuziehen. Nicht förderfähig im Rahmen der Städtebauförderung ist z.B. der Kanalbau und zugehörige Infrastrukturarbeiten.

Die Förderung der Mittelstraße im Rahmen der Städtebauförderung stellt eine einmalige Möglichkeit zur Stärkung der Innenstadt dar. Diese Chance möchte die Stadt Lemgo nutzen.

Da diese Maßnahmen das historische Herz der Stadt berühren, ist ein breites und vielfältiges Beteiligungsangebot für die anstehende Neugestaltung vorgesehen.

Der Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung hat sich im September 2014 nach einem intensiven Auswahlverfahren für ein erfahrenes Team aus Landschaftsarchitekten, Stadtplanern, Lichtplanern und Erschließungsplanern entschieden, die den Planungsprozess gestalterisch, technisch und kommunikativ begleiten. Folgende Büros werden die Planungswerkstatt im Team durchführen:

  • Anke Deeken, Büro für Architektur Stadt- und Freiraumplanung, Lichtplanung (Bremen)
  • SM Ingenieurplan GmbH (Bielefeld)
  • BPW baumgart+partner, Stadt- und Regionalplanung (Bremen)

Bis voraussichtlich Anfang Juni 2015 sind Anlieger, Einzelhändler und interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich im Rahmen von Planungswerkstätten, Infoveranstaltungen und Runden Tische aktiv am Entwurfsprozess zu beteiligen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen werden Fragen der zukünftigen Oberflächengestaltung sowie des Materials sowie das Beleuchtungskonzept stehen. Der Verlauf und die Proportionen der Mittelstraße sowie die Fassaden bilden dabei die Vorgabe für die Entwurfsüberlegungen. Aber auch organisatorische Fragen etwa zu Bauzeiten und Baustellenmanagement sollen gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet werden.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht noch einmal den Ablauf des Beteiligungsverfahrens schematisch.

Die blau markierten Termine sind öffentliche Termine. Die Runden Tische sind Termine mit einer reduzierten Anzahl von Teilnehmen (ca. 30 ausgewählte Schlüsselpersonen z.B. Akteure (Anlieger, Eigentümer) der Mittelstraße, Einzelhändler, Eigentümer, Behindertenvertreter, Gastronomie, Tourismus, Denkmalpflege).