Hermes Trismegistos

Abb. Hermes Trismegistos

QVOD EST SVPERIVS EST SICVT ID QVOD EST INFERIVS
("Das Obere ist wie das Untere")

Geburtsort: Ägypten

Hermes Trismegistos ist die griechische Bezeichnung für den Mondgott der alten Ägypter (Ägyptisch: Tehut oder Thoth), dargestellt mit dem Ibis-Kopf (Ibis: exotischer Storchenvogel), der von der Mondscheibe umgeben ist, und mit dem Schlangenstab. Er war gleichzeitig Weltschöpfer, Gott der Zeit und des Maßes, Gott des Geistes und der Intelligenz. Inbegriffen ist: Lehrer der Künste und Wissenschaften, Erfinder von Sprache und Schrift, Schutzherr der Bibliotheken. Ägyptische Priester schrieben ihm eigene Bücher zu, die "Hermetischen Schriften", in denen geheime Weisheiten verkündet worden seien, u.a. magische Heilmittel und alchemistische Künste - das wird einer der Gründe gewesen sein, weswegen der Gott Hermes Trismegistos seinen Platz unter den Weisen gefunden hat.

Abb. Gott mit Ibis-Kopf

Die Griechen vermengten das, was sie von den oft dunklen Schriften verstanden, mit eigenen Anschauungen und erschweren damit bis heute die Deutung des Inhalts. Manche der "Hermetischen Schriften" müssen Goethe bekannt gewesen sein, z.B. das Goldene Traktat und die Smaragd-Tafel - er tat das, was bis heute als das einzig Mögliche erscheint, er verarbeitete den Stoff zu einem allegorisierenden "Mährchen" (1795 in Schillers Horen erschienen). - Sein Gespräch mit Riemer vom 21.03.1809 gilt noch immer: "Es fühlt ein jeder, dass noch etwas drin steckt, er weiß nur nicht was". Übrigens ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen. Aus dem Internet erfährt man, dass in den USA gegenwärtig versucht wird, das "Mährchen" zu "decodieren". - Wenn man weiter sucht, findet man unter www.gnosis.org/hermes.htm  den lesenswerten Aufsatz mit allgemeineren Informationen von Stephan A. Hoeller: "On the Trail of the Winged God (Auf der Spur des geflügelten Gottes) - Hermes and Hermeticism Throughout the Ages".

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Der Beitrag wurde freundlicherweise von Herrn Professor Günter Laue verfasst. 11/02