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Stipendium
Junge Kunst
Alte Hansestadt Lemgo |
Seit 1989 wird jährlich das Stipendium Junge Kunst im Rahmen eines Wettbewerbs an eine Bildende Künstlerin oder einen Bildenden Künstler vergeben.
Das Stipendium wird von der Alten Hansestadt Lemgo und der STAFF STIFTUNG ausgeschrieben.
Anlass für das Stipendium
Die Auslober sehen es im Rahmen der kommunalen Kulturpolitik als ihre Aufgabe an, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern und ihnen im Rahmen eines Stipendiums eine künstlerische Weiterentwicklung zu ermöglichen.
Die Lage junger Bildender Künstler ist unterstützungswürdig. Deshalb möchten die Auslober talentierten und bereits qualifizierten Absolventinnen und Absolventen von Kunstakademien und Kunsthochschulen ihren Berufseinstieg erleichtern.
Anknüpfend an die Tradition einer Hansestadt, in der internationaler Warenaustausch stattfand und damit auch Kulturaustausch einherging, möchten die Auslober in eine Wechselbeziehung von historischer Stadt und junger Kunst kommen.
Rege Ausstellungstätigkeit findet innerhalb der Stadtgrenzen insbesondere in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus statt. Hier wird vor allem junger, zeitgenössischer Kunst ein Forum geboten.
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Teilnehmerkreis Eingeladen zur Bewerbung |
Was wird geboten? Für die Dauer eines Jahres steht Zum Ende des Aufenthalts findet eine Abschlussausstellung in der Städtischen Galerie Eichmüllerhaus statt. |
Das Frenkel-Haus
Während des Stipendienjahres wird der Künstler / die Künstlerin in einem umgebauten Werkstattgebäude wohnen. Dieses liegt hinter einem Wohnhaus, das nach der jüdischen Familie Frenkel benannt ist. In diesem Anwesen betrieb die Familie Frenkel einen Produkten- und Altwarenhandel. In den Jahren 1940 bis1942 diente das Haus als eines der beiden so genannten Judenhäuser, in denen die in Lemgo verbliebenen Juden bis zu ihrer Deportation im Juli 1942 leben mussten. Auch die Familie Frenkel wurde in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz deportiert und dort ermordet. Nur Karla Raveh (geb. Frenkel) hat den Holocaust überlebt und bezog nach ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager im Frühjahr1945 für einige Monate eine Wohnung im Haus der Eltern, bevor sie nach Israel auswanderte. 1987 hat die Stadt Lemgo das Haus gekauft, um nach umfangreicher Sanierung im Erdgeschoss eine Dokumentations- und Begegnungsstätte Jüdisches Leben in Lemgo einzurichten. Im Obergeschoss steht Frau Karla Raveh eine Wohnung zur Verfügung.
Das Frenkel-Haus wurde der Öffentlichkeit am 9. November 1988 zum Gedenken an die fünfzigste Wiederkehr des Tages der Reichsprogromnacht übergeben.
Das Atelierhaus
Das zweigeschossige Atelierhaus wird vom Künstler/ von der Künstlerin allein bewohnt.
Bei der Umgestaltung der Innenräume wurde darauf geachtet, dass die Räumlichkeiten den Bedürfnissen eines Künstlers gerecht werden. So bietet das großzügig angelegte Atelier von fast 50 qm Raum zum Arbeiten und für kleinere Präsentationen.
Viel Licht erhält der Raum durch ein großes Atelierfenster. Etwa die Hälfte des Raumes kann über eine Galerie auf zwei Etagen genutzt werden, die Arbeitsbedingungen bieten sich also auch für einen Bildhauer an. Der große Innenhof steht dem Künstler/ der Künstlerin zur Verfügung.
Die Wohnung mit ca. 40 qm Grundfläche enthält alle notwendigen Ausstattungsgegenstände.
Die Stadt Lemgo
Lemgo im Zentrum des ehemaligen Fürstentums und heutigen Kreises Lippe (Ostwestfalen) in landschaftlich reizvoller Lage zählt als Mittelstadt ca. 42.000 Einwohner.
Die 1190 gegründete Stadt hatte ihre wirtschaftliche Blütezeit im 14.-16. Jahrhundert. Sie gehörte dem Hansebund an und verfügte im ausgehenden Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit über weit reichende Handelsbeziehungen in West-, Nord- und Osteuropa. Der mit dem ausgehenden 16. Jahrhundert beginnenden Niedergang - verstärkt durch zahlreiche Hexenprozesse, die der Stadt den Namen »das Hexennest« eintrugen, - führten zur Verarmung von Bevölkerung und Stadt. Erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann der Wiederaufstieg, der sich nach dem ersten und zweiten Weltkrieg kontinuierlich fortsetzte und zu relativem Wohlstand führte. Das mittelalterliche Stadtbild mit über 200 Giebel- und Fachwerkhäusern ist dabei fast unversehrt erhalten geblieben. Die Stadt verfügt über ein ausgebautes Schulsystem. Musik- und Volkshochschule als kommunale Einrichtungen ergänzen das Bildungsangebot.
Der Lemgoer Sommertreff bietet seit vielen Jahren überregional bekannte Straßentheater-, Kleinkunst- und Musikgruppen als Open-Air-Festival auf dem Marktplatz an.
STAFF STIFTUNG
Im Februar 1987 begründeten die alleinigen Gesellschafter der Staff GmbH & Co. KG, Alfred Staff und Werner Staff-Starke, die STAFF STIFTUNG als selbständige Stiftung mit Sitz in Lemgo.
Ziele
der STAFF STIFTUNG sind:
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Förderung der Kunstwissenschaft und der Kunst
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Natur- und Landschaftsschutz und Landschaftspflege.
Räumlich ist die Arbeit der STAFF STIFTUNG auf Projekte in Ostwestfalen-Lippe ausgerichtet.
Die Jury
Die Jury besteht aus Fach- und Sachpreisrichterinnen bzw. -richtern.
Als Fachpreisrichter gehören ihr Vertreterinnen bzw. Vertreter deutscher Museen und Hochschulen und eine freischaffende Künstlerin bzw. ein freischaffender Künstler an.
Sachpreisrichter sind Vertreterinnen bzw. Vertreter der Stadt und der STAFF STIFTUNG.
Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit. Sie ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, der aus dem Kreis der Fachpreisrichter gewählt wird.
Weitere Informationen gibt
Ihnen gern das Büro des Bürgermeisters.
Telefon 0 52 61 / 2 13 - 2 73
Telefax 0 52 61 / 2 13 - 52 73