Abwasserbeseitigungsgesellschaft Lemgo GmbH

Die Nachklärung

Aus dem Belebungsbecken fließt der Belebtschlamm zu einem Verteilerbauwerk, von dem aus der Schlamm zwei großen, runden Nachklärbecken zugeleitet wird. In den Nachklärbecken erfolgt die Trennung von Belebtschlamm und gereinigtem Abwasser. Infolge der sehr geringen Fließgeschwindigkeit setzen sich die Belebtschlammflocken auf dem Boden ab. Das gereinigte Abwasser fließt dem Beckenrand zu.

Der ständig laufende Rundräumer schiebt mit einem auf der Beckensohle laufenden Schild den abgesetzten Schlamm in den Trichter in der Beckenmitte. Von dort wird der Belebtschlamm durch den hydrostatischen Wasserdruck über eine Rohrleitung ständig abgezogen und wieder dem Zwischenpumpwerk vor dem Belebungsbecken zugeführt. Dort mischt er sich mit dem nur mechanisch gereinigten Abwasser und wird mit Förderschnecken in das Belebungsbecken zurückgebracht. Die Mikroorganismen im Belebtschlamm stehen damit erneut für die biologische Abwasserreinigung zur Verfügung.

Durch Zellteilung und Vermehrung der Mikroorganismen einerseits und absterbende Organismen andererseits nimmt die Belebtschlammenge ständig zu. Um die Mengen nicht zu groß werden zu lassen, wird von dem im Kreislauf geführten Belebtschlamm regelmäßig ein Teil - der sogenannte Überschussschlamm - abgezogen und dem Schlammbehandlungsprozess zugeführt.

 

Verteilerbauwerk
Im Verteilerbauwerk wird der Belebtschlamm auf die beiden Nachklärbecken verteilt

Überlaufrinne
Über die Überlaufrinne läuft das geklärte Wasser ab
Räumschild
Zu Wartungszwecken werden die Nachklärbecken in größeren Abständen geleert. Gut zu sehen ist ein Räumschild, mit dem der Schlamm in den Trichter gefördert wird.

Technische Daten

2 Rundbecken: 

Durchmesser: 45,00 m 
Oberfläche: 2 x 1.590 = 3.180 m2
Nutzbares Volumen:  2 x 3.976 = 7.952 m3

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