Die Einlaufgruppe
Das Abwasser der Kernstadt und der Ortsteile
gelangt über sechs Sammler zur Zentralkläranlage. Aufgrund der topographischen
Gegebenheiten muss das Abwasser zum Teil mit Förderschnecken auf das Niveau der
Kläranlage gehoben werden.
Da Teile der Stadt im Mischverfahren
entwässert werden, kommt es im Zulauf zu starken Schwankungen, die aus technischen und
wirtschaftlichen Gründen ausgeglichen werden müssen. Ein automatisch gesteuerter
Schieber dosiert die Zulaufmenge zur mechanischen und biologischen Reinigungsstufe.
Bei trockenem Wetter und bei kleinen
Regenschauern durchfließt das Abwasser das Überlaufbauwerk ungehindert. Bei stärkeren
Regenschauern und länger anhaltenden Regenperioden wird ein Teil des Zuflusses in dem
Überlaufbauwerk umgeleitet und fließt in das im Nebenschluss angeordnete
Regenüberlaufbecken. Nach dem Regen wird das gespeicherte Abwasser in den Zulauf der
Kläranlage gefördert. Bei Starkregen und Unwettern kann es vorkommen, dass
das
Regenüberlaufbecken die anfallenden Wassermengen nicht speichern kann. In diesen Fällen
läuft das Gemisch aus Abwasser und Regenwasser durch das Regenüberlaufbecken in die Bega
ab. Das mechanisch im Regenüberlaufbecken gereinigte und durch Regenwasser sehr stark
verdünnte Abwasser stellt nur eine unwesentliche und vorübergehende Belastung für
die Bega dar. |